NÖ Landesausstellung

Kopfsache


Wie blickt die Gesellschaft auf psychische Krisen? Galt es noch vor zwanzig Jahren als Zeichen von Schwäche, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen, so ist Psychotherapie heute für viele ein Schritt zu mehr Selbstfürsorge.
Wie sich unser Verständnis von psychischer Gesundheit über Jahrhunderte entwickelt hat, zeigt die Niederösterreichische Landesausstellung unter dem Titel „Wenn die Welt Kopf steht – Mensch. Psyche. Gesundheit“ am Gelände des Landesklinikums Mauer, einem Ort, der seit 120 Jahren für den Umgang mit seelischen Leiden steht.
Die Kuratoren Armin Laussegger, Michael Resch und Niko Wahl haben dafür eine Vielzahl spannender Objekte zusammengetragen – viele davon aus den Niederösterreichischen Landessammlungen – und erzählen die Geschichte psychischer Gesundheit in 21 Kapiteln. Unterstützt wurden sie dabei von einem wissenschaftlichen Beirat aus rund 30 Expertinnen und Experten aus Geschichte, Medizin sowie der Patienten- und Angehörigenvertretung. Ein Lernort, entwickelt von der Historikerin Tanja Wünsche, erinnert zudem an die NS-Medizinverbrechen, die an diesem Ort begangen wurden. Die Ausstellung eröffnet am 28. März. Mehr dazu auf den folgenden Seiten.


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Gesellschaft

In jeder Ausgabe stellt morgen drei Menschen, die sich auskennen, eine Frage. Diesmal:

„Welches Potenzial steckt in Neurodiversität?“

Johanna Chovanec

ist Postdoktorandin an der Abteilung für Vergleichende Literaturwissenschaft der Universität Wien.

Karin Schmid-Gallistl

ist Obfrau des ADHS-Vereins ADAPT und Präsidentin von ADHD International.

Elke MacEntee

ist ausgebildete Psychotherapeutin und leitet das Projekt Neuro.Match der MAG Menschen und Arbeit GmbH in St. Pölten.

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Ausblick morgen 2/2026

Künstlerisch betrachtet ist Niederösterreich in vielerlei Hinsicht ein Vorreiter – besonders im Bereich der Kunst im öffentlichen Raum. Wurden früher Gelder für „Kunst am Bau“, wie es damals noch hieß, an spezifische Gebäude gebunden, können sie seit 30 Jahren für ortsspezifische und unabhängige Projekte verwendet werden. Diese Neuerung verlieh der Wahrnehmung von Kunst einen Schub und wurde zum Modell für andere Regionen, war Niederösterreich doch das erste Bundesland mit dieser Regelung. Den runden Geburtstag feiert auch morgen mit einem Schwerpunkt auf diese besondere Disziplin – wie stets mit Blick auf Niederösterreich und darüber hinaus, ab Mitte Mai.

In der nächsten Ausgabe widmen wir uns der Kunst im öffentlichen Raum.

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