Mit den Höhen und Tiefen ihres Berufes kennt sich die junge niederösterreichische Schauspielerin Marie Theres Müller schon sehr gut aus – im übertragenen und im wörtlichen Sinne. Eine ihrer bisher größten Theaterrollen war ausgerechnet die der jungen Alma Mahler in Paulus Mankers umstrittener Inszenierung „Alma – A Show Biz ans Ende“. Und in der TV-Serie „School of Champions“ wirft sie sich regelmäßig als Ski-Nachwuchstalent beschneite Abhänge hinunter.
Marie Theres Müller kam im Jahr 2000 in Zwettl zur Welt, wuchs in Weißenkirchen in der Wachau auf und zog als Teenager mit den Eltern nach Langenlois. Das mit der Schauspielerei war für sie nie unerreichbarer Traum, sondern ergab sich recht natürlich: „Ich habe schon sehr früh musiziert und gesungen, ich war immer schon ein sehr kreatives Kind“, erzählt sie. „Mit elf Jahren kam ich über meine Gesangslehrerin zu einem Casting für ein Musical, habe dann auch mitgespielt – und tauchte so erstmals in diese Welt ein.“ Doch bald stellte sich heraus, dass ihre wahre Liebe der Dramatik gilt. „Ich habe schnell gemerkt, dass die Schauspielerei meine ganz, ganz große Leidenschaft ist.“ Als sich ihr nach bestandener Matura die Frage aller Fragen stellte, nämlich die nach ihrer Berufswahl, lag die Antwort nahe: „Es war klar, dass ich diesen Weg weitergehen möchte. Natürlich wusste ich, dass es ein harter werden würde, weil ich ja schon Erfahrungen sammeln konnte. Aber ich ging ihn, und jetzt bin ich immer noch da.“
Auch die erste Fernsehrolle ließ nicht lange auf sich warten: In der Folge „Mannschaftsgeist“ der „SOKO Donau“ spielte sie ein Mordopfer, ein klassischer Einstieg für Neulinge im Metier. Als „richtiges“ TV-Debüt betrachtet Marie Theres Müller jedoch „School of Champions“. In der vom ORF mitproduzierten Serie über eine Skischule für Profi-Anwärterinnen und -Anwärter spielt sie Solenn Eden – und das mit so viel Charisma, dass ihre Figur ab der dritten Staffel zu einer der Hauptfigureen befördert wurde. Momentan dreht sie bereits die vierte.
Weil es mit der Serie gerade so gut läuft, liegt Müllers Karrierefokus derzeit eher auf Film und Fernsehen. Doch sie betont: „Ich möchte nie ganz weg von der Bühne.“ Jetzt allerdings ist erst einmal Sommerpause angesagt. „Ich bin gerade bei meinen Eltern in Langenlois, in der Natur. Ich genieße es, mir endlich wieder Zeit für Familie und Freunde nehmen zu können. Und dafür, wieder mit mir selbst ein bisschen zu connecten, zu sehen, wo ich stehe.“ Schließlich sei man während einer Produktion immer mit jemand anderem beschäftigt: „nämlich mit der Person, die man spielt.“ ● ○
